Pulszeit e.V. und Experimentelles Zukunftslabor e.V. arbeiten zusammen: pla pla! plankton & plastik

Pulszeit e.V. und Experimentelles Zukunftslabor e.V. präsentieren:

pla pla! plankton & plastik

Plastik begegnet uns fast überall und hat verheerende Auswirkungen auf unsere Meere, Tiere, den Boden und unser Leben. Das Problem: Plastik kann im Wasser nicht abgebaut werden, sondern wird immer nur weiter zerkleinert. In dieser Mikroform gelangt es dann zurück in den Organismus von Lebewesen und richtet dort gravierende Schäden an. Schon heute sind unsere Weltmeere mit mehr als 100 Millionen Tonnen Plastikmüll verschmutzt. Und jedes Jahr landet immer mehr Plastik in unseren Meeren.

Das muss aufhören!

Das Umweltbildungsprojekt „pla pla! plankton und plastik“ will auf den immensen Plastikverbrauch und die damit einhergehenden Folgen für unser Ökosystem Wasser aufmerksam machen.

„pla pla! plankton und plastik“ – das ist ganz konkret ein Wal aus Holz und Plastikmüll; eine begehbare Installation, in der sich die Besucher*innen über die Folgen von menschengemachten Verunreinigungen des Wassers informieren können. Durch das Maul des Wals gelangen die Besucher*innen in sein Inneres. Dort finden sie einen Ausstellungraum vor, in dem sie anhand verschiedener Schwerpunkte in die Thematik eingeführt werden.

Neben nachgebauten Wasserkreisläufen in Mehrweggläsern erklärt „pla pla!“ anhand eines übergroßen Sedimentfilters, wie die Filterung des Erdreichs (zum Beispiel durch Regen) funktioniert. Mit Hilfe von Wasserinstrumenten und Mosaik-Kunstwerken wird an die Schönheit des Elements Wassers in all seinen Formen erinnert. Auf kreative Art und Weise greift „pla pla!“ des Weiteren die folgenden Themen auf: virtuelles Wasser, PET-Plastikflaschenverschmutzung, falsche Entsorgung von Medikamenten und Hygieneartikeln sowie Schädlichkeit von Zigarettenstummeln. Der letzte Teil der Ausstellung zeigt Handlungsalternativen auf, indem positive Beispiele für ein plastikfreies Leben gegeben werden.

„pla pla!“ ist Teil des gemeinnützigen Vereins „Experimentelles Zukunftslabor“. Das Zukunftslabor besteht aus einer interdisziplinären Gruppe aus Künstler*innen verschiedenster Disziplinen sowie umwelt- und sozialpolitisch Engagierten, die sich zusammengefunden haben, um ihre Vorstellung von einer lebenswerten Zukunft im Hier und Jetzt zu verwirklichen.

Beteiligte:

Anoosh Werner ist Ideeninitiatorin. Sie arbeitet seit vielen Jahren freiberuflich in der Umweltbildung, und ist Projektleiterin für die „Leitungswasserfreundliche Schule – überregional“. In ihrer Studienzeit hat sie mit Freunden die Initiative „Aworldness“ gegründet, um eigene kreative Umweltbildungsprojekte in Mainz umzusetzen. Wasser und Papier sind Themenschwerpunkte in ihrer Arbeit. Anoosh verbindet kreatives Schaffen mit Elementen der Tiefenökologie und Bildung für Nachhaltige Entwicklung. Der Wal „pla pla!“ ist ihr im letzten Jahr in einem Traum begegnet. Er stellt ein Kommunikationsmedium dar, mit dem sie auf die akute Plastikkrise aufmerksam machen und eine Bewusstseinsänderung anstoßen will.

Eduardo da Conceição ist freischaffender Architekt mit dem Schwerpunkten Nachhaltigkeit, Konstruktion von temporären Gebäuden und Szenografie. In den vergangenen Jahren hat er in verschiedenen multidisziplinären Teams, wie dem Raumlabor in Berlin, der DEMO in Guimarães (Portugal) und dem Exyzt-Architektenkollektiv in Paris gearbeitet. Seine Entwürfe beschäftigen sich insbesondere damit, wie Müll als Ressource in der Architektur eingesetzt werden kann. In diesem Rahmen hat er das Projekt „Sammlers Traum“ für die internationale Gartenschau mitrealisiert und die Konstruktion der Floating University in Berlin mitvorangetrieben.

Das Projekt wird finanziell unterstützt von der Stiftung Naturschutz Berlin und wird in Kooperation mit der Bundesvereinigung Nachhaltigkeit und dem Pulszeit e.V. umgesetzt.